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Führungspositionen bleiben Frauen noch immer oft versperrt

Frauen sind auf der ersten Führungsebene nach wie vor stark unterrepräsentiert. Das ergibt eine Analyse des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Laut der Erhebung des IAB lag der Anteil von Frauen in der ersten Führungsebene privatwirschaftlicher Betriebe im Jahr 2020 bei 27 Prozent. Während Frauen also über 40 Prozent der Beschäftigten insgesamt ausmachen, bleiben sie an der Spitze von Unternehmen noch immer unterrepräsentiert.

Das IAB weist dabei auf zwei Auffälligkeiten hin: Erstens ist der Frauenanteil an der sogenannten ersten Führungsebene seit Jahren kaum gewachsen. 2004 lag mit 24 Prozent nur drei Prozentpunkte unter dem Wert aus 2020. Zweitens ist der Frauenanteil in der zweiten Führungsebene noch deutlich höher und lag bei 40 Prozent. In der zweiten Führungsebene sind Frauen also deutlich stärker vertreten, wenn auch immer noch leicht unterrepräsentiert.

Im Vergleich mit der Privatwirtschaft steht der öffentliche Sektor nicht unbedingt besser da: Dort ist zwar der Frauenanteil in den Führungsebenen höher als in der Privatwirtschaft. Allerdings liegt der Frauenanteil in Führungspositionen auch dort deutlich unter dem Anteil von Frauen an den Beschäftigten. Das IAB merkt dazu an, dass Frauen im öffentlichen Sektor auf der zweiten Führungsebene gemessen an ihrem Anteil an allen Beschäftigten sogar noch schlechter vertreten sind als in der Privatwirtschaft.

Quelle: Kohaut, Susanne; Möller, Iris (2022): Führungspositionen in Betrieben und Verwaltungen: Der Weg nach ganz oben bleibt Frauen oft versperrt. (IAB-Kurzbericht, 01/2022), Nürnberg, 8 S.