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WSI Analyse zu Niedriglöhnen

Laut einer aktuellen Auswertung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung vierdienten 18,7 Prozent - also knapp ein Fünftel - der Vollzeitbeschäftigten in Deutschland ein Einkommen unterhalb der Niedriglohnschwelle.

Die Niedriglohnschwelle lag im Jahr 2020 bei 2.284 Euro brutto monatlich. Die Schwelle grenzt den sogenannten "unteren Entgeltbereich" nach Definition der Bundesagentur für Arbeit (BA) ab. Dieser enthält Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die ein Monatsentgelt von zwei Drittel des mittleren monatlichen Bruttoentgelts aller sozialversicherungspflichtigen Vollzeibeschäftigten erhalten.

Seit 2011 hat der Anteil der Niedriglohnbeschäftigten stetig abgenommen. 2011 lag er noch bei 21,1 Prozent. Allerdings zeigen die Analysen des WSI anhaltende Unterschiede zwischen den Regionen und verschiedenen Personengruppen. So seien beispielsweise Frauen, Jüngere, Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit und Personen ohne Berufsabschluss besonders häufig betroffen.

Quelle: WSI, Pressemitteilung vom 6. Januar 2022.