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Projekt „Arbeit 2020 in NRW“

Wandel der Arbeit gestalten – Betriebsräte stärken „Arbeit 2020 in NRW“

In nahezu allen industriellen oder industrienahen Wertschöpfungsprozessen wirken neue digitalisierte Vernetzungen (Industrie 4.0-Lösungen), Robotik und weitere neue Technologien auf Umfang, Art und Organisation von Arbeit. Die Wirkungsweisen sind bislang zwar unklar, unterliegen jedoch nicht einem technologischen Determinismus.

Das Projekt „Arbeit 2020“ zielt darauf ab, Betriebsräte in die Lage zu versetzen, die technologisch induzierten Entwicklungen in ihren Betrieben zu erkennen und mitzugestalten, um nachteilige Wirkungen für die Beschäftigten zu verhindern oder abzufedern bzw. positive Wirkungen zur Geltung kommen zu lassen. Dabei wird frühzeitig der Austausch mit der Geschäftsleitung und den Beschäftigten organisiert. Ziel des Projektes ist es, einen strukturierten sozialpartnerschaftlichen Dialog- und Gestaltungsprozess im Betrieb aktiv zu befördern.

Arbeit 2020 ist ein Gemeinschaftsprojekt von IG Metall NRW, IG BCE Nordrhein, NGG NRW und DGB NRW. Mit Stand März 2019 wurden insgesamt 60 betriebliche Prozessbegleitungen durchgeführt. Damit kann das Projekt auf eine recht einmalige empirische Basis zum Stand der Umsetzung von 4.0 in NRW-Betrieben zurückgreifen.

Der Bedarf an Unterstützung und Analyse der mit Digitalisierung und Vernetzung eingeleiteten Veränderungen in den Betrieben ist hoch. Das Projekt liefert Beispiele, wie der digitale Wandel als gemeinsame Aufgabe von Unternehmensleitungen und Interessenvertretung angegangen werden kann. Eine solche gemeinsame Herangehensweise trägt ganz wesentlich dazu bei, dass faire und gute Arbeitsbedingungen in einer vernetzten und digitalisierten Arbeitswelt entstehen. Die im Projekt entwickelten und erprobten Instrumente (Betriebslandkarte, Szenarien-Analyse, Handlungsplanung und Zukunftsvereinbarung) sind Türöffner für eine neue Qualität des betrieblichen Dialogs zwischen allen Akteuren.

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