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Faire Beschäftigung

Faire Beschäftigung bedeutet, Arbeit, die das Auskommen sichert, zur sozialen Absicherung beiträgt, unter guten und gerechten Arbeitsbedingungen durchgeführt wird und identitätsstiftend ist.

Die Beschäftigung ist in den letzten Jahren gestiegen. Lag die Beschäftigtenquote in Nordrhein-Westfalen 2007 noch bei 48,3 %, betrug sie Ende 2018 58,1 %. Mitte 2019 gingen in Nordrhein-Westfalen rund 6.976.000 Personen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung und 1.202.000 Personen ausschließlich einem Minijob nach.

Die gestiegenen Beschäftigtenzahlen sind verschiedenen Faktoren zu verdanken, wobei die gute wirtschaftliche Lage, eine steigende Erwerbsneigung von Frauen und Älteren sowie der Zuwachs an Arbeitskräften aus dem Ausland eine große Rolle spielen.

Dabei sollte immer im Vordergrund stehen, dass alle Beschäftigten unter guten Bedingungen arbeiten, auskömmlich entlohnt werden und möglichst viele Beschäftigte sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, denn sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist die Grundlage der sozialen Sicherheit. Um eine nachhaltige Finanzierung zu garantieren, darf sie nicht durch Schwarzarbeit, Werkvertragskonstruktionen, die der Umgehung von Mindeststandards dienen, oder Minijobs verdrängt werden.

Die meisten Betriebe in Nordrhein-Westfalen setzen faire Beschäftigung um. Denn sie wissen, dass faire Beschäftigung wesentlich zu einem fairen Wettbewerb beiträgt. Die Schaffung fairer Beschäftigung hat zudem Auswirkungen auf die Arbeitsqualität und damit auf die Zukunftsfähigkeit und den wirtschaftlichen Erfolg von Unterhemen. Denn Beschäftigte sind zufriedener, motivierter und haben eine stärkere Verbundenheit mit dem Arbeitgeber.

Um faire Beschäftigung zu fördern, Beschäftigte und Betriebe über ihre Rechte und Pflichten aufzuklären und Ratsuchenden Hilfestellung zu geben, werden  verschiedene Angebote bereitgestellt.

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