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Soloselbstständigkeit

Es gibt in Deutschland rund 2,3 Millionen Selbstständige ohne angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auch im Zuge der Digitalisierung und Plattformökonomie tritt diese Form der Erwerbstätigkeit vermehrt auf.

Für Selbstständige ist die unternehmerische Gestaltungs- und Entscheidungsfreiheit ein hohes Gut, und das nicht erst in Zeiten der Plattformökonomie. Leben und Arbeiten passen häufig genau in dieser Form der Erwerbstätigkeit gut zusammen. Flexibilität und Kreativität haben einen hohen Stellenwert und die Chance auf ein gutes Einkommen ist insbesondere bei qualifizierten und anspruchsvollen Tätigkeiten gegeben.

Doch die Selbstständigkeit hat in nicht wenigen Fällen einen hohen Preis: Viele Soloselbstständige haben ein vergleichsweise niedriges Einkommen. Als Einzelkämpfer auskömmliche Vergütungen und faire Erwerbsbedingungen zu erreichen ist für viele eine Herausforderung. Nicht wenige verdienen unterhalb des Mindestlohns und können sich keine oder nur eine unzureichende soziale Absicherung leisten. Prekär und problematisch ist dies insbesondere, wenn diese Selbstständigkeit die Haupteinnahmequelle ist und keine weiteren Haushaltseinkommen zur Verfügung stehen.

Außerdem ist nicht jede selbstständige Tätigkeit aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht als solche zu werten. Vielfach stellt sich die Frage, ob es sich um eine echte selbstständige Tätigkeit oder um eine Scheinselbstständigkeit handelt. Hier kann eine Statusklärung für Rechtssicherheit sorgen.