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Soloselbstständigkeit

Es gibt in Deutschland rund 2,3 MillionenNordrhein-Westfalen im Jahr 2018 rund 716.000 Selbständige. 346.000 davon sind Selbstständige ohne angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das entspricht rund 48 Prozent der Selbständigen. Auch im Zuge der Digitalisierung und Plattformökonomie tritt diese Form der Erwerbstätigkeit vermehrt auf.

Für Selbstständige ist die unternehmerische Gestaltungs- und Entscheidungsfreiheit ein hohes Gut, und das nicht erst in Zeiten der Plattformökonomie. Leben und Arbeiten passen häufig genau in dieser Form der Erwerbstätigkeit gut zusammen. Flexibilität und Kreativität haben einen hohen Stellenwert und die Chance auf ein gutes Einkommen ist insbesondere bei qualifizierten und anspruchsvollen Tätigkeiten gegeben.

Doch die Soloselbstständigkeit kann einen hohen Preis haben: Ein großer Teil der Soloselbstständigen hat ein vergleichsweise niedriges Einkommen. Als Einzelkämpfer auskömmliche Vergütungen und faire Erwerbsbedingungen zu erreichen, kann für viele eine Herausforderung darstellen. Nicht wenige Soloselbstständige verdienen unterhalb des Mindestlohns und können sich keine oder nur eine unzureichende soziale Absicherung leisten. Prekär und problematisch ist dies insbesondere, wenn ihre Selbstständigkeit die Haupteinnahmequelle ist und keine weiteren Haushaltseinkommen zur Verfügung stehen.

Außerdem ist nicht jede freiberufliche Tätigkeit aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht als Selbstständigkeit zu werten. Je nach individuellen Umständen sollte geklärt werden, ob es sich tatsächlich um eine selbstständige Tätigkeit oder doch um ein abhängiges Arbeitsverhältnis handelt. Hier kann eine Statusklärung für Rechtssicherheit sorgen.